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Impressum / © 2020 Andreas Wieland

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Als Schreiner erahnt, steckt er sich schnell den Bleistift hinters Ohr. Die Professorin zieht sich das Brillengestell zur Nasenspitze vor und betrachtet das Konvolut gepresster Studenten. Auf Bücherstapelfraß liegt belesen das Kinn der Bibliothekarin. Der Buchhalter löst sich heimlich die Krawatte einen Finger breit, als er den Bankdirektor von Geld sprechen hört.

 

Der Metzger lacht über seine rotgespritzte Schürze. Hirsch- und Gamspfeffer liegen entkorkt in der Beize. Bejubelt löst sich die erhitzte Schminke des Schauspielers. Noch eine Wand, dann gehen die Malergesellen in die Pause. Die Melkschläuche pfropfen stampfend an den warmen Eutern und die Arbeitslosen stehen wieder Schlange. Mit wehrmutstropfenverdünnter Tinte signiert der Stadtrat den Umbau der Kirche.

 

Der Restaurateur strafft seine Schnürsenkel und bindet einen doppelten Knoten. Die Köchin operiert den Brustkorb aus der Ente. Tranchiert liegen die Ergebnisse des Onkologen vor. Das Kind erwünscht sich den Beruf des Veterinärs und bettet das Meerschwein in Hobelspan. Der Ofenbauer schließt den Sargdeckel und füllt das Windmagazin des Harmoniums. Aus dem Friseursalon tritt der Kriminologe und wischt sich das Blut von der Stirn. Die feuchten Hände des Jägers streichen über den Rücken seines Hundes.

 

Gebunden leimt der Verleger neue Ausgaben. Im Abfall verschwunden ist die Packung Betablocker des Finanzministers. Gewandt injiziert der Meteorologe das neue Wetter. Der Kulturkritiker baut an stabiler Lawinenverbauung. Lavierend blättert der Kunstmaler in seinem Tagebuch. Fix nimmt der Schneider seine Maße vor dem Auftritt.

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